Vernetztes Denken


Warum ist vernetztes Denken so wichtig?

Die zunehmende Globalisierung von Politik und Wirtschaft, die rasche Entwicklung neuer Technologien sowie die enorm beschleunigte Kommunikation über das Internet haben unser Leben verändert. In Echtzeit kann sich jeder über Ereignisse aus allen Winkeln der Erde informieren. Für Jugendliche ist das so selbstverständlich wie der Umgang mit Smartphones und Sozialen Netzwerken.

Doch was für Jugendliche ganz normal ist, ist für weltweit agierende Institutionen und Organisationen eine enorme Herausforderung. Sie kämpfen täglich damit, Informationen zu verarbeiten und für sich nutzbar zu machen. Dabei kann ihnen vernetztes Denken helfen. Umso wichtiger ist es, dass sich schon die Nachwuchsführungskräfte damit auseinandersetzen, wie der Managementexperte Prof. Dr. Fredmund Malik betont: "Die Schüler sind in einem Alter, in dem sie einen leichten und spielerischen Zugang zum vernetzten Denken finden."

Tatsächlich sollte diese Art der Problemanalyse und -lösung schon sehr früh trainiert werden, und zwar vor einer Spezialisierung auf ein bestimmtes Fachgebiet im Studium. "Wir brauchen Experten, die ihren speziellen Themen nicht isoliert nachgehen, sondern sie in einen ganzheitlichen Kontext, in ein systemisches Gesamtverständnis einbinden", erklärt Fredmund Malik.

Die Herausforderungen, denen sich die heutige Schülergeneration in naher Zukunft stellen muss, reichen vom Klimawandel über die Administration von Megacities bis hin zur Funktionsfähigkeit von Weltpolitik und -wirtschaft. Komplexe Entwicklungen, wie der demografische Wandel, Migration und Integration oder die Reformen des Bildungs- sowie des Gesundheitswesens erfordern kreative Ansätze.

Doch nicht nur in gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen wird vernetztes Denken eine immer größere Rolle spielen, sondern auch in der Biographie jedes Einzelnen. So müssen die Schüler, die sich an der ecopolicyade® beteiligen, in naher Zukunft den für sie besten Ausbildungs- und Berufsweg wählen und anschließend in einem häufig von Leistungsdruck geprägten Berufsleben bestehen. Jede ihrer Entscheidungen wird sich auf andere Lebensbereiche auswirken und das Leben anderer beeinflussen.

Wer sich früh in der Kunst des vernetzten Denkens übt, wird in späteren Entscheidungsprozessen die Wechselwirkungen der vielen Variablen, die das persönliche, berufliche und vor allem das gesellschaftliche Umfeld bestimmen, besser überblicken. Und nur wer das schafft, ist in der Lage, wirklich dauerhafte Problemlösungen zu entwickeln.