Interview mit Prof. Dr. Fredmund Malik


"Die ecopolicyade® stellt eine Grass-Root-Bewegung dar, die noch nicht absehbare positive Folgen für Länder haben kann. Die Welt-Krise produziert eine riesige Komplexität, die es zu verstehen und in seinem Handeln zu berücksichtigen gilt. Künftige Entscheidungsträger sind Dank vernetztem Denken in späteren Entscheidungsprozessen in der Lage nachhaltige und dauerhafte Problemlösungen zu entwickeln."

Prof. Dr. Fredmund Malik, Chairman Malik

 

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Herr Professor Dr. Malik, warum ist vernetztes Denken so wichtig für unsere Gesellschaft?

Weil sich die Welt durch die Globalisierung von ganz alleine vernetzt hat. Wir leben in gigantischen, sich gegenseitig beeinflussenden Systemen. Das produziert jeden Tag eine riesige Komplexität. Diese Komplexität kann man ohne entsprechende Werkzeuge nicht mehr verstehen und schon gar nicht in seinem Handeln berücksichtigen. Da hilft nur vernetztes Denken.

Auf welche Weise hilft ecopolicy® dabei, diese Denkweise zu üben?

Das Spiel motiviert junge Menschen, sich mit unserer Wirklichkeit auseinanderzusetzen. Sie diskutieren miteinander und beginnen, gesellschaftliche Zusammenhänge zu begreifen. Das ist der erste Schritt zum vernetzten Denken.

Warum unterstützen Sie die ecopolicyade®?

Die Grundlage des Wettbewerbs bildet eine Computersimulation, was bedeutet, dass junge Menschen ein Medium nutzen, das sie bereits beherrschen. Durch den Wettbewerbscharakter sind sie zusätzlich motiviert. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen, um bereits in der Schule die Basis für vernetztes Denken zu legen.

Was war das schönste Erlebnis, das Sie im Rahmen der ecopolicyade® hatten?

Als wir im letzten Jahr die Finalisten des Bundeswettbewerbs eingeladen hatten, fragten sie mich: "Wie geht es denn jetzt weiter?" Das hat mir gezeigt, dass es beim Spielen nicht bleibt. Denn Schüler wollen ihr Wissen praktisch anwenden.